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Sternenkinder: Ein Moment in dem alles zerbricht

Michael Langner • 29. März 2022

Herzlich willkommen zu meinem neuen Beitrag. Mein Name ist Michael Langner vom Bestattungs-Blog. In diesem Blog-Beitrag gehen wir auf ein sehr trauriges und schwer behandelbares Thema ein, denn wir befassen uns mit den sogenannten „Sternenkindern“, also Kindern, die vor oder kurz nach der Geburt versterben.


Der Tod ist allgemein schon ein schwieriges und sensibles Thema, aber wenn es um Kinder geht, wird es besonders schmerzhaft für die betroffenen Eltern, Großeltern oder auch für Freunde der Familie. Selbst weit entfernten Außenstehenden geht es sehr nahe, wenn ein Kind verstirbt.

Da dieser Bestattungs-Blog sich mit allen Fragen rund um das Thema Tod beschäftigt, gehört es natürlich auch dazu, dieses schwere Thema aufzunehmen und Ihnen alles aufzuzeigen, was Sie wissen müssen.


Man nennt sie Sternenkinder oder auch Schmetterlingskinder, Regenbogenbabys bzw. Stillgeborene und sie sind aus medizinischer Sicht Fehl- oder Totgeburten.


So hart es auch klingen mag war die Realität vor dem Jahr 2013 so, dass Sternenkinder unter 500g Gewicht und ohne Lebenszeichen keine Persönlichkeitsrechte hatten. Nur in Ausnahmefällen hat sich manch Friedhof bereit erklärt, Regenbogenbabys beizusetzen, aber in der Regel wurde das kleine Würmchen im Sondermüll der Klinik verbrannt.

Erst durch den Einsatz vieler Elterninitiativen, durch Petitionen und sehr viel Engagement in dem Bereich, änderte der Bund 2013 den § 31 der Personenstandsverordnung (PStV). In diesem Paragraphen wird klar definiert, wann eine Lebendgeburt vorliegt.


Durch diese Änderung im Jahr 2013 konnten Eltern nun ihr kleines Sternenkind beim Standesamt registrieren und bekamen somit die Möglichkeit, es ehrenvoll beisetzen zu lassen.


In der Regel werden aber die still geborenen Kinder durch die Klinik auf einem eigens dafür angelegten Friedhof beigesetzt. In sogenannten anonymen Gemeinschaftsanlagen, welche zum Teil liebevoll bepflanzte Gärten sind, oder auf Grabfeldern können die Angehörigen ihres Babys mit kindgemäßem Grabschmuck gedenken.


Sie haben aber natürlich auch die Möglichkeit, Ihr Baby in einem Familien- oder Einzelgrab beizusetzen, wo Sie jedoch dann für die Kosten aufkommen müssen. Bei der Beisetzung des Sternenkindes in einer Klinik entstehen nur in den wenigsten Fällen Kosten.

Aber zwischen all diesen Fakten möchte ich Ihnen empfehlen, sich professionell helfen zu lassen, sollten Sie in so eine Situation geraten und diese verständlicherweise nicht verarbeiten können. Es ist eine schwere Zeit und manchmal braucht man geschulte Menschen, die einem helfen, solch ein Erlebnis zu verkraften.


Auch hier stehen Ihnen ausgebildetes Klinikpersonal, Hebammen, Elterninitiativen oder auch ein Bestatter Ihres Vertrauens zur Seite. Sie sind nicht allein und geben Sie sich die Zeit, die Sie zur Verarbeitung benötigen!


Und denken Sie immer daran: Weinen bedeutet keine Schwäche.Weinen bedeutet, dass man im Moment mehr fühlt, als das Herz ertragen kann und zu trauern bedeutet nicht, sich geschlagen zu geben.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick in die Thematik der Sternenkinder geben und bedanke mich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Beitrag zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Beitrag mit Ihren Liebsten teilen würden und falls Sie keinen Beitrag mehr verpassen wollen, dann abonnieren Sie unsere Facebook-Fanpage.


Ihr Michael Langner vom Bestattungs-Blog.

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